Am Dienstag, den 15. Februar 2011 war Ernesto Rodrigo Benavides Landa zu Gast an unserer Schule. Rodrigo lebt in Lima/Peru in Südamerika und ist Schüler der Humboldtschule. Die Humboldtschule ist eine deutsche Schule in Lima, der Hauptstadt von Peru. An dieser Schule sind sowohl deutschsprachige Schüler, deren Eltern in Lima leben und arbeiten, als auch peruanische Schüler, welche die deutsche Sprache erlernen möchten. Das Ziel von vielen Schülern ist, ein deutsches Abitur abzulegen, um dann in Europa oder Nordamerika zu studieren.
Rodrigo ist fast 15 Jahre alt und hält sich in Deutschland im Rahmen eines Schüleraustausches mit der Liebfrauenschule (ULF) in Cloppenburg auf. Seit fünf Wochen lebt er bei der Familie Beyer in Essen-Brokstreek, um die deutsche Sprache noch besser zu erlernen als er sie ohnehin schon sprechen kann.
In seinem Powerpoint-Vortrag, den er in deutscher Sprache vor uns, den Schülern und Klassenlehrern der vierten Klassen, gehalten hat, konnten wir sehr viele interessante Dinge über Peru erfahren. Viele der Werder Bremen Fans unter uns wussten natürlich sofort, dass Rodrigo aus dem Land stammt, aus dem auch der Werder Stürmer Claudio Pizarro kommt, den die Austauschschüler des ULF in Bremen persönlich kennen lernen durften.
Bei seinem Besuch an unserer Schule hat uns Rodrigo etwas über die sehr alten Kulturen und natürlich auch etwas über die Inka-Kultur in Peru erzählt, die im 16. Jahrhundert der spanischen Eroberung zum Opfer fiel. In seiner Präsentation zeigte er uns viele Bilder von den Ruinen dieser, in der Welt einmaligen, historischen Stätten. So gab es z.B. atemberaubende Bilder aus Ica und Machu Piccu (Cusco) zu sehen. Durch seinen Vortrag konnten wir weiter etwas über die Küste, die Anden und den tropischen Regenwald lernen. Besonders eindrucksvoll waren dabei die Bilder von über 6000 Meter hohen Bergen in den Anden und dem Rio Amazonas im tropischen Regenwald. Weiter ging es mit Informationen über das heutige Peru. Dabei verschwieg Rodrigo nicht, dass ein großer Teil der Peruaner in ärmlichen Verhältnissen unter dem Existenzminimum leben muss und jeden Tag um das Überleben kämpft. Zum Abschluss seines Vortrages hat Rodrigo uns noch etwas über die kulinarischen Spezialitäten (El Ceviche) und über traditionelle Tänze (La marinera) der Küstenregion seines Landes berichtet.
Da Rodrigo noch aus seiner Kindergarten- und Grundschulzeit an der Humboldtschule wusste, dass Kinder in Grundschule am besten durch Erfahrung lernen, hatte er viele interessante Dinge mitgebracht, die wir im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen" konnten. Eines der „Highlights" für uns war, sich einen peruanischen Poncho anzuziehen und eine peruanische Mütze aufzusetzen, die noch heute traditionell in den Anden getragen werden. Viel Spaß hatten wir dabei, peruanische Musikinstrumente auszuprobieren oder uns mit aus andinen Halbedelsteinen gefertigten Ketten zu schmücken. Auch das Infomaterial mit vielen weiteren Bildern aus Peru haben wir uns mit viel Interesse angeschaut.
Wir waren begeistert von der Art und Weise, in der Rodrigo uns sein Land nahe gebracht hat und hoffen, dass dieser sympathische junge Mann, durch den uns ein Fenster zur großen weiten Welt geöffnet wurde, unsere Schule einmal wieder besucht. Wir wünschen Rodrigo, einem Schüler aus Peru mit großen Zielen, alles Gute für seine Zukunft.

























